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Musik verbindet in der Villa Sarepta Generationen

Fünfmal jährlich wird der prunkvolle Jugendstilsaal der Villa Sarepta zur Bühne für junge Nachwuchsmusiker. Die Musik verbindet und sorgt für einen spannenden Austausch zwischen den Generationen.

Salonkonzert Verabschiedung

Schwungvoll werden die Flügeltüren im Eingangsbereich der Villa Sarepta aufgestossen. Gleich drei junge Musikschüler des Konservatoriums Bern treten in die Eingangshalle der Jugendstil Villa. Scheinbar unbeeindruckt von den imposanten Räumlichkeiten steuern sie direkt in den Saal, in dem sie in einer knappen Stunde mit vier weiteren Schülern ihre Stücke präsentieren werden. Am Flügel unter dem grossen Kronleuchter beginnt einer nach dem anderen sein Stück noch einmal kurz zu proben, bevor es ernst gilt.

Lampenfieber

Unter den sieben Musikschülern ist auch Hanna Mauderli. Sie hat bereits mehrere Male in der Villa Sarepta gespielt und wird dem Publikum an diesem Abend die Suite de Danzas Criollas von A. Ginastera präsentieren. Das Stück hat sie gewählt, da sie es in Kürze an einem Klavierspielwettbewerb darbieten wird. «Mit jedem Konzert bekomme ich das Lampenfieber etwas besser in den Griff», erzählt sie. Während die Jungmusiker die Tasten des Flügels aufwärmen, beginnt sich der Saal mit Gästen zu füllen. Sowohl externe Besucher als auch die Bewohnerinnen und Bewohnern der Diaconis Häuser finden ihre Plätze. In der ersten Reihe hat es genügend Platz für Konzertbesucher, die auf den Rollstuhl angewiesen sind. Direkt daneben sitzen die Musikschüler zwischen acht und vierzehn Jahren. Ihnen gehört heute die grosse Bühne.

Die Liebe zum Klavier

Unter den Gästen ist wie immer auch Elisabeth Buri-Lindt. Seit gut einem Jahr wohnt Elisabeth Buri-Lindt in der Villa Sarepta und sie hat noch keines der Konzerte verpasst. «Ich freue mich jeweils sehr auf die Konzerte und den gediegenen Abend», erzählt sie. Sie hat früher selbst einmal Klavier gespielt und ihr Leben lang Konzerte besucht. «Dass ich nun von meiner Wohnung einen Stock runter direkt in den Konzertsaal gehen kann, ist natürlich ein Traum». Es sei immer wieder schön, neue Musik zu entdecken. Frau Buri zeigt sich als Musikkennerin begeistert über die Qualität der Darbietungen. «Es ist unglaublich, auf welchem Niveau musiziert wird und das bereits in so jungem Alter. » Die jüngsten Künstlerinnen und Künstler sind acht Jahre alt. «Das könnten meine Urenkel sein», merkt Elisabeth Buri an.

Der grosse Auftritt

Als sich die hohen Türen des Konzertsaales schliessen, kehrt Ruhe im Saal ein, und die Nachwuchsmusiker haben ihren Auftritt. Während die einen ohne grosse Scheu ihren Platz am Flügel einnehmen und sich nach ihrer Darbietung gekonnt vor dem hingerissenen Publikum verbeugen, können die anderen nicht schnell genug wieder an ihren Platz im Publikum zurücksitzen. So kurz und verlegen verbeugen sie sich vor den applaudierenden Gästen, dass letzteren ein Schmunzeln entweicht. Die kindliche Unbeholfenheit will gar nicht mit den professionellen Darbietungen zusammengehen.

Gemütlicher Ausklang

Nach dem Konzert suchen einige Gäste das Gespräch mit den Musikern. Auch Elisabeth Buri und Hanna Mauderli tauschen sich aus. Mit Staunen vernimmt Frau Buri, dass Hanna erst seit vier Jahren Klavier spielt. «Manchmal ist es nicht einfach, neben der Schule genügend Zeit für die Musik zu finden, aber für mich kommt diese momentan an erster Stelle», erzählt diese. Nach ein paar kurzen Gesprächen mit Konzertbesucherinnen und Konzertbesuchern muss die junge Musikerin auch schon wieder weiter. Denn Talent alleine reicht nicht aus, viel Fleiss und Üben gehören auch dazu. Da können es die Gäste etwas ruhiger angehen und beim Apéro den Abend in der Villa ausklingen lassen.

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